Augustusburg im Erzgebirge.
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Historisches Kalenderblatt

  • 9. April 1567 - Kurfürst August befiehlt den Bau der Augustusburg

Zwanzig Jahre lag das abgebrannte alte Schloss Schellenberg in seiner Asche, bis endlich Kurfürst Augustus den 9. April 1567 den Befehl erteilte, selbiges von neuem aufzubauen. Es ist nicht schwer, die Ursachen zu erraten, warum selbiges so lange wüste gelegen. Denn für das erste erlaubte der Krieg Kurfürst Moritzen, dem Vorgänger Augusts in der Kur, in welchem er damals verwickelt war, durchaus nicht, sich mit einem solchen Baue abzugeben. Hernach wollten auch Kurfürst Augusto, der 1554 die Regierung antrat, teils die Regierungs-, teils aber auch so viele preiswürdige Veranstaltungen in Religionssachen, nicht erlauben, eher an einen so wichtigen Bau zu gedenken. Man siehet aus der Inschrift, welche in den Grundstein der Augustusburg ist gelegt worden, dass Kurfürst Augustum die glückliche Beilegung der Grumbach'schen Händel zur Ausführung dieses herrlichen Gebäudes veranlasst habe. Denn die Worte lauten daselbst also: Da hat hochgeborner Kurfürst, als gewesner Feldherr, dies Schloss, zu einem ewigen Andenken des gemachten Friedens, zu erbauen, verordnet. 

  • 9. April 1681 - "Eingesparte" Schloßwächter werden wieder eingesetzt 

Auf Kurfürst Georg III. Befehl, wurden die Soldaten, die 1676 die Schloßwächter ersetzten, allesamt  unter dem Korporal Philipp Welner wieder abgeführet  und die alten und vorigen Schlosswächter wieder angenommen 

  • 8. April 1758 Siebenjähriger Krieg - Bürgerschaft berät über das Aufbringen der Forderungen der Preußen

Den 8. April wurden die Bürgerschaft wieder in das Lehngericht gefordert, da Ordre ergangen wegen Forderungen der Schockgelder,darüber noch einmal Unterredung zu halten, wo sie sich denn dahin einigten, dass von jedem Schock 2 Gute-Groschen auf Abschlag gegebenwerden sollten, damit nur ein Anfang gemacht würde, es ist aber wieder nichts eingebracht worden. 

  • 13/14. April 1760 Siebenjähriger Krieg - Die Holzbrücke in Grünhainichen soll abgebrannt werden

Den 13. April kamen 3 Husaren und brachten Ordre, die Brücke sollte niedergebrannt werden.Den 14. April kam ein Kommando von 40 Mann vom Freibataillon und Husaren, mit einem Leutnant von Gahlenz, nach Metzdorf, worauf sogleich die Brücke von den umliegenden Dorfschaften verschanzt werden musste. Sobald sich Österreicher sehen ließen sollte dieselbe niedergebrannt werden; auch mussten diese Mannschaften von den benachbarten Orten mit Portion und Ration versorgt werden. 

  • 16. April  1761 Siebenjähriger Krieg - Das Lehngericht Grünberg brennt ab

Den 16. April entstand ein großer Schrecken; des Abends zwischen8 und 9 Uhr hörte man Feuer schreien, und Niemand wusste wo es brannte, bald hieß es da, bald hieß es dort. Der Himmel sah blutrot aus, die Glut schien an das Schloss und an die Kirche; endlich hörte man, dass es das Erbgericht in Grünberg sei, was jetzt der Amts-Landrichter Herr Gottlieb Röber besitzt, es brannten alle Gebäude nieder; im Schafstall sollte es ausgekommen sein, aber Niemand wusste auf welche Art.Sämtliche Schafe sollen mit verbrannt sein.

 

 
  • 18. April 1567 - Amtmann wird hingerichtet

Hanß Bayer, seit 1550 Amtmann im Amt Schellenberg, hat  sich 1560 flüchtiger Weise entfernt und zur Grumbach’schen Rotte geschlagen, weshalb derselbe den 18. April 1567 zu Gotha auf dem Markte gehängt wurde.  

  • 21. April 1760 - Preußen nehmen Amtmann gefangen

Den 21. April kam ein Kommando Preußen von 6 Mann aus Oederan hier in das Amt, stellten Posten aus in der Stadt, nahmen hierauf den Amtmann mit nach Oederan in Arrest, wegen der noch restierenden 2.000 Taler Pachtgelder, bis solche bezahlt worden, weil zu jener Zeit die Ämter noch verpachtet  waren. 

  • 23. April 1819 - Schwesternmörder wird hingerichtet

1819, den 23. April, wurde der Schwestermörder Traugott  Leberecht Morgenstern durch das Schwert  hingerichtet, da er das Jahr zuvor seine Schwester ermordet hatte. 

  • 19. April 1851 - Altarbild wird aufgestellt 

Das unter der Kanzel befindliche, von dem Professor Herrn F. Gonne in Dresden gemalte und mit der Unterschrift "Gestiftet vom sächsischen Kunstvereine und der Gemeinde Schellenberg im Jahre 1850" versehene prachtvolle Gemälde, welches die Wiedererkennung des wieder auferstandenen Erlösers durch die nach dem Flecken Emmaus gegangenen Jünger  so erhebend darstellt, wurde den 19. April 1851 aufgestellt, und Tags darauf, als am ersten Osterfeiertage während des Gottesdienstes enthüllt.

 
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