Augustusburg im Erzgebirge.
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Historisches Kalenderblatt

  • 20. Januar - "Prinz Lieschen" fliegt auf 

Die Sabina Apitzsch wird als Hochstablerin entlarft. Einige wohlhabende Hintlerweltler mit einem Hang zum Höheren vermuteten in ihr den Kurprinz August, welcher inkognito reist. Diese angesehenen Bürger überboten sich folglich gegenseitig mit ihren Aufmerksamkeiten und Geschenken.  Als ein Jäger von Rochsburg den "hohen Herr" bei der feierlichen Kommunion sieht, fällt der Schwindel auf. Die ganze Geschichte von Prinz Lieschen

  • 26. Januar 1568 - Der Bau des Schlossbrunnens wird gegonnen

Es wurden hierauf 8 Personen verdingt, zwei Lachtern zu hauen und zu senken, da ihnen für jede Lachter 17 fl. [Florentin/Gulden] nebst der Schmiedekost, welche ihnen besonders bezahlet wurde, Kurfürst Augustus bestimmen ließ. Um dieses Werk zu fördern, wurden 12 Personen angelegt, welche Tag und Nacht arbeiten mussten. Weil nun damals vermutlich des Orts kein ganzer Fels war, auch an dem Berg sich hin und wieder Quellen befanden, so hatte man gute Hoffnung, Wasser anzutreffen. - Der Bau benötigte allerdings 9 Jahre und führte über 130m in den harten Fels.

  • 26. Januar 1760 Siebenjähriger Krieg - Spießrutenlaufen im Schloss

Den 26. Januar war auch Exekution auf dem Schlosse, weil ein preußischer Soldat auf dem Marsch nach Marienberg desertiert war; derselbe musste zur Strafe 12 Mal Spießruten durch 250 Mann laufen. Den 28. Januar musste er wieder 12 Mal laufen, es wurde ihm aber die Hälfte von dem General geschenkt.

 
  • Dezember 1628 - Kriminalintriege um einen großem kurfürstlichen Becher

Im Jahre 1628 im Dezember ist auf dem Schlosse ein großer goldener kurfürstlicher Becher, 2 1/4 Elle hoch, von des damaligen Wildmeisters Präceptor gestohlen worden. Weil nun der Amtsschösser denselben bezahlen sollte, hatte er die Schuld auf den Torwärter Christoph Olbricht geschoben, indem der Schulmeister Bernhard Schaale ausgesagt, wie der Torwächter dem Präceptor den Mantel umgegeben und den Hut aufgesetzt habe, sei der Mantel vom Winde etwas abgeweht, dass er den Becher sehen konnte. Hierauf ist der Torwächter auf die Tortur gebracht und grausam gemartert worden, hat aber doch nichts eingeräumt; er wurde 3 Jahre Landes verwiesen und kam nach Ablauf dieser Zeit wieder;

  • 16. Dezember 1634 Dreißigjähriger Krieg - Dier Stadt erhält einen Schutzbrief

Idem der Römisch Kaiser- und Königlichen Majestät und den Löblichen Mortin'schen Regiment zu Fuß, bestallter Obrist [Oberst] Leutnant und anjetzo Kommandant zu Chemnitz. Ich Hans Heinrich von und zu Schützen, füge aller Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Majestät Armeen zugetanen hohe und niedere Offizieren und gemeinen Soldaten zu Ross und zu Fuß nebst Anerbietung meiner nach Standes-Gebühr ganz willigen und freundlichen Diensten, hiermit zu wissen; denenjenigen aber, so meinen Kommando untergeben, bei Leibes- und Lebensstrafe ernstlich befehlende, dass sie das Städtlein Schellenberg nebst Schloss Augustusburg und dessen Einwohner Geist- und Weltliche, auch deroselben Güter, Vorwerke und Mühlen nebst allen, Weib, Kinder, Gesinde, Habe und Fahrnis kleinen und großen Vieh, ganzen Vermögen, noch alles andere wie das Nehmen haben mag in geringsten, nicht molestieren sondern defendieren, viel weniger mit eigentätiger Einquartierung, Plünderung und andere dergleichen Gewalt beleidigen oder kränken und diese Salvegarde keinerlei dass und was pratex. es beschehen möge, sondern gebührender maßen respektieren bei Vermeidung Ungelegenheit und erstre unausbleibende Strafe. Darnach sich ein jeder zu richten. Zu Urkund Ich solche eigenhändig unterschrieben und mit meinem  angebornen Insiegel bekräftiget.
Quartier Chemnitz, den 16. Dezember 1634.
(L. S.) Haus Heinrich von und zu Schützen.

  • 19. Dezember 1759 Siebenjähriger Krieg - Das Lehngericht brennt

Den 19. Dezember, früh um 8 Uhr, kam Feuer in dem Viehstall des Lehngerichts aus, welches denselben gänzlich in Asche legte; gerettet konnte nichts werden, auch verbrannte das ganze Rindvieh mit; man sah den gänzlichen Untergang vor Augen, auch verbrannte die Frau des Landrichter Hübler mit, eine Frau von 52 Jahren, es war nichts mehr übrig als ihre Gebeine; in drei Tagen starb auch der Herr Landrichter in dem 59. Jahr.

  • 18. Dezember 1762 Siebenjähriger Krieg  - Der preußische Oberst soll mit einem Kalb bestochen werden

Den 18. Dezember wurde Meister Johann Adam Lange, Bürger und Weber, zur Zeit Kirchen-Vorsteher, von Seiten der Gerichte mit einem Bittschreiben wegen der Brandschatzung nach Chemnitz an den Herrn Oberst Pillerbeck abgeschickt nebst einem Boten, welcher eine Kalbe zu tragen hatte, solche dem Herrn Oberst zu schenken; es hat aber der Oberst gedachten Meister Lange in Arrest zur Geisel darinnen behalten, und wollte ihn nicht eher herauslassen, bis das Geld alles eingeliefert wäre; das Kalb wurde zwar angenommen, der Bote musste aber allein wieder zurück.

 
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