Augustusburg im Erzgebirge.
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Historisches Kalenderblatt

  • 26. September 1567 - Das Baukapital für das neue Schloss wird übergeben
Das Geld zu diesem kostbaren Baue hat zum ersten Anfange Hans Unwiede den Zehenden, zu Annaberg, auf Kurfürst Augusti Befehl von 5. September 1567 herschießen müssen, welcher denn auch hierauf 2.000 Gulden an Hieronymus Lottern den 26. September übermacht, welche binnen drei Wochen bis auf 485 fl. [Florentin/Gulden] 18 Groschen ausgegeben wurden.
  • 26. September 1567 - Fundament von dem neuen Schloss Augustsuburg wird gegraben
Zu Grabung des Grundes wurden im Jahre 1567 den 26. September etliche Teichmeister mit 200 Mann angenommen, welche auch binnen zwei Tagen, wie Lotter in seinem Bericht an den Kurfürsten anführet, ein Stück Grund zu vermauern anfingen. Der Grund selbst bestehet um das ganze Schloss herum aus einem harten hornsteinigen und eisenhaltigen Fels oder wilden Porphyr, der keine Örter annimmt, und sich übel stufen lässt.
  • 28. September 1758 Siebenjähriger Krieg - Durchmaschd er Österreicher durch das Dörfchen Flöha
Den 28. September marschierten viele Österreicher durch Flöhe, campierten auch des nachts dort und mussten mit Proviant versorgt werden. Das arme Land wurde durch die vielen Hin- und Hermärsche vollends ausgezehrt.
  • 27. September 1831 - Feuer im "Weißen Hirsch"
Den 27. September, abends 10 Uhr, brach in einem Hintergebäude des Gasthofs zum Hirsch Feuer aus, wobei dasselbe und ein Häuschen, was Herrn Kaufmann Girschick gehörte, als auch ein Hintergebäude beim Herrn Ratmann August Ferdinand Rümmler abbrannten.
  • 27. September 1840 - Grundsteinlegung für die neue Kirche
Am 27. September des Jahres 1840 wurde unter großen Feierlichkeiten der Grundstein gelegt, wobei Herr Superindentent Kirchenrat Ritter etc. Dr. Unger aus Chemnitz mit kräftigem Organ eine vortreffliche rede hielt und den Platz zur Erbauung eines Gotteshauses einweihete.
  • 29. September 1842 - Die neuen Glocken treffen ein
Am 29. September 1842 wurden die beiden größten Glocken, welche von dem Gutsbesitzer Klotz aus Metzdorf von Dresden aus unentgeltlich, nur gegen Erlegung der baren Verläge, abgeholt, und Tages vorher von der hiesigen Schützengesellschaft in der Nachbarstadt Oederan, wo sie von dasiger Stadtgemeinde bekränzt wurden, zeremoniell empfangen und von da eskortiert worden waren, von dem Grünberger Gasthofe aus unter entsprechenden Feierlichkeiten auf hiesigen Kirchhof gebracht, und gleichzeitig mit der seither auf einem am Schlossberge interimistisch aufgestellt gewesenen Glockenstuhle gehangenen kleinen Glocke in dem Turm an Ort und Stelle aufgehangen. Dieselben wurden zuvörderst vor dem Hinaufziehen von dem Herrn Superintendent Kirchenrat Ritter etc. Dr. Unger aus Chemnitz eingeweiht, und dabei denselben die Namen: Marie, der großen, Auguste, der Mittlern, sowie der Kleinen der schon früher beigelegte Name Theodore gegeben, und sodann ihrer fernern Bestimmung übergeben. Das einstündige Lauten derselben verkündigte der ganzen Kirchfahrt und Umgegend den erfolgten Eintritt dieses wichtigen Ereignisses, und es entlockte der erste Ton dieses harmonischen Geläutes manchem der vielen anwesenden Teilnehmer eine Träne der Freude nach so langer Entbehrung eines vollständigen Geläutes. - Die Glocken sind von dem Herrn Stückgießerei-Inspektor Schröttel in Dresden gegossen worden. - Nachdem mittlerweile auch die von dem hiesigen Amtszimmermeister Rudolph konstruierte Turmuhr von demselben aufgestellt, der innere Ausbau der Kirche in allen ihren einzelnen Teilen vollständig ausgeführt, und auch der äußere Abputz hergestellt worden war, nahete einer der festlichsten Tage heran.
 
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