Augustusburg im Erzgebirge.
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Historisches Kalenderblatt

  • 17. August 1632 Dreißigjähriger Krieg - Die Kaiserlichen verwüsten Oederan
Am 17 August 1632 sind die Kaiserlichen in Oederan eingefallen, haben erst die Stadt geplündert, den Bürgermeister zum Kirchturm hinausgehängt, dann 400 Mann niedergehauen und darauf die Stadt in Brand gesteckt; das kam daher, weil sich die Bürger mit einem Schweden vereinigten, welcher sich an die Spitze stellte und sich mit 800 Mann gegen dieselben verteidigte.
  • 11. August 1758 Siebenjähriger Krieg - Die Österreicher überschreiten die Flöha
Den 11. August ging der Marsch durch Metzdorf nach Oederan; da sie nicht über die ruinierte Brücke konnten, so mussten sie alle durch das Wasser. Es wurden 100 Mann von den Dorfschaften Metzdorf, Grünberg und Dorfschellenberg angestellt, die Brücke in 4 Stunden wieder herzustellen; ein Kommando Österreicher blieb dabei stehen, welche nicht eher abgingen, bis die Brücke fertig war.
  • 17. August 1758 Siebenjähriger Krieg - Gefechte in Waldkrichen
Den 17. August haben die Preußen und Österreicher in Waldkirchen einander getroffen, Husaren an beiden Seiten, die Österreicher haben sich zurückziehen müssen und 30 Mann Gefangene zurückgelassen. Der Amtsaktuar und Amtslandrichter nebst dem Amtsfron gingen in der Gegend von Gornau herum, den Schaden zu taxieren, den das preußische Lager angerichtet. Wie sie an den Staupenberg kamen, wurde das Pferd scheu, geht unter die österreichischen Husaren, und der Aktuar musste einen Gulden geben, nur dass er mit großer Mühe sein Pferd wieder erlangt.
  • 14. August 1762 Siebenjähriger Krieg - Die Preußen verschleppen die Steuereinnahmen
Den 14. August wurde schon eine Lieferung mit Geld von der Amtssteuer-Einnahme auf einem zweispännigen Wagen nach Freiberg gebracht. Es hatten schon viele Dorfschaften ihren dritten Teil der Quatember und Schockgelder abgeliefert. In der bei sich habenden Ordre des Herrn Leutnant ist der Stadt Zschopau und Stadt Schellenberg anzudeuten, dass sie alle mögliche Anstalt zur Abtragung der Brandschatzung machen sollten, oder der gewiss darauf erfolgenden Exekution sich zu gewärtigen, welche auch nicht eher abweichen würde, bis die gänzliche Bezahlung erfolgt wäre.
  • August 1856 - Tödlicher Blitzeinschlag
Im Monat August erschlug der Blitz einen jungen Menschen, der bei dem Begüterten Frenzel in Dorfschellenberg in Diensten war, nebst einem Pferd unweit Schellenbergs. Gleichzeitig schlug der Blitz in eine Linde auf dem Lotterhof.
 
  • 21. August 1632 Dreißigjähriger Krieg - Die Kaiserlichen fallen grausam in die Stadt ein
Den 21. August ist hiesiges Schloss von demselben eingenommen und zum Teil geplündert worden. Den 22. sind noch mehrere von Zschopau hergekommen, wo sie erst ihre Gräueltaten verübt hatten, haben die Stadt geplündert und die Bürger auf das Schrecklichste misshandelt.
Adam Pflugbeil, Amtsfron; Martin Lehrer; Fleischer der Jüngere; Elias am Ende, Schumacher; Hans Fleischer der ältere und andere mehr, wurden von den Kaiserlichen Kroaten ermordet; die übrigen Einwohner flüchteten sich in den Wald und zwar in Kunnerstein, wo sich dieselben gegen 11 Wochen aufgehalten, wobei manche Familie verhungerte, denn wer sich stehen ließ wurde ermordet. Den Amtsschösser Wolfgang Mayer haben sie gebunden nach Zschopau geschleppt; er riss sich aber dort los, lief in ein Haus und versteckte sich auf dem Heuboden, wo er von den Kroaten durch viele Stiche jämmerlich ermordet wurde.
  • 19. August 1649 - Die Tranksteuer wird wieder dem Pfarrer zugesichert
Es wurde dem Pfarrer und seinen Nachfolgern zu seiner Besoldung als Schlossprediger noch ein außerordentliches Tranksteuerbenefizium von zwei steuerfreien Bieren, nach zwei Komotauer Malzen, als eine besondere Begnadigung im Jahre 1572 gnädigst zugesichert, wie solches in den Pfarrmatrikeln zu finden ist. In Folge eines im Jahre 1646 ergangenen allerhöchsten Befehls, sollte indes dieses Tranksteuerbenefizium alljährlich wieder um 18 Altschock (so viel als 15 Taler) gekürzt werden, allein es ist dasselbe dem Pfarrer Magister Johann Herrmann auf sein diesfalliges Ansuchen von dem Kurfürsten Johann Georg I. mittelst allerhöchsten Reskripts vom 19. August 1649 aufs neue wieder zugesichert worden.
  • 22. August 1682 - Kurfürst Georg III. hält Musterung ind er Stadt ab
1682 den 22. August hielt auch der Kurfürst Georg III. Musterung über 800 Mann Infanterie auf dem Kronhübel unter dem Jägerhof; den 23. über 600 Mann Reiter bei den vier Teichen [Die Teiche östlich von Augustusburg]; den 24., als am Johannisfeste, wohnte der Kurfürst dem Gottesdienst in der Schlosskirche bei, worüber alles erfreut war.
  • 24. August 1716 - Die Hochstablerin Apitz alias  "Prinz Lieschen" steht am Pranger
Den 24. August früh, da es niemand gewahr worden, ist die Apitzin selbst am Pranger gegangen und hat sich das Halseisen selbst angeleget. Der junge Günther und dessen Hofmeister Bellichang gaben ihr Geld am Pranger. Bald darauf kam der Landsknecht und führte sie wieder weg. Es waren Sonntags viele Leute von Chemnitz, Frankenberg, Oederan, Zschopau und Lengefeld ankommen, haben aber nichts davon gesehen. - Der Pranger wurde den 21. August an dem Halsgerichte unter dem Tore an Landknechts Garten aufgerüstet. Der Tritt war von 4 schönen Werkstücken,
das Halseisen hing an eine Kette. Diese Strafe war eigentlich nur ein Schatten von einer Strafe. Sie hatte, als sie am Pranger stand, mit Bleistift an denselben geschrieben: "Gott behüte ein jedes Muterkind vor Bösem." Bevor sie am Pranger gestanden, hat sie einen Stockschilling bekommen, 30 Schläge, welche sie aber wohl nicht gefühlet; das heißt Wasche mir den Pelz und mache ihn aber nicht nass. Den 25. August wurde die Apitzin, eine Mordbrennerin und ein Zigeunerjunge auf einen mit 4 Pferden bespannten Rüstwagen geladen und nach Waldheim ins Zuchthaus (der Zigeunerjunge aber ins Waisenhaus) gebracht.
  • 22. August 1855 - König Johann besucht die Stadt
Es hatten die Einwohner Schellenberg das Glück, den 22. August den König Johann in ihrer Stadt zu sehen. Er man von Oederan, hielt sich eine kurze Zeit hier auf und reiste dann über Erdmannsdorf nach Chemnitz.
 
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